Recruiting internationaler Azubis: Von der Vermittlung bis zur Betreuung in Deutschland
Ausländische Azubis rekrutieren: Warum persönliche Betreuung so wichtig ist
Ausländische Azubis rekrutieren und ihnen einen Ausbildungsplatz in Deutschland vermitteln – damit ist nur ein Teil der Arbeit getan. Aus unserer Erfahrung beginnt eine besonders wichtige Phase erst dann, wenn die jungen Menschen tatsächlich in Deutschland ankommen.
Ein neues Land, eine andere Sprache, ein neuer Arbeitsplatz und gleichzeitig viele organisatorische Fragen: Gerade in den ersten Wochen kann persönliche Betreuung einen großen Unterschied machen. Damit ist allerdings nur ein Teil der Arbeit getan. Aus unserer Erfahrung beginnt eine besonders wichtige Phase in dem Moment, in dem die Auszubildenden tatsächlich nach Deutschland kommen.
Ausländische Azubis rekrutieren heißt auch, sie nach der Ankunft zu begleiten
Wir finden es wichtig, unsere Azubis gerade in den ersten Tagen nicht mit all diesen neuen Eindrücken allein zu lassen.
Das beginnt schon bei der Ankunft. Wenn möglich, holen wir sie ab und bringen sie zu ihrer Unterkunft. Wir zeigen ihnen die wichtigsten Dinge in ihrer neuen Umgebung und erklären, was in den kommenden Tagen erledigt werden muss.
Das klingt zunächst vielleicht nach Kleinigkeiten. Für jemanden, der gerade mit zwei Koffern in einem fremden Land angekommen ist, sind es aber genau diese Kleinigkeiten, die Sicherheit geben.
Ähnlich sehen wir den ersten Tag im Ausbildungsbetrieb. Natürlich könnte man einem Azubi einfach eine Adresse schicken und sagen: „Am Montag um 8 Uhr musst du dort sein.“ Wir begleiten unsere Azubis jedoch nach Möglichkeit persönlich zum Unternehmen.
So lernen sich Betrieb und Auszubildender in Ruhe kennen und viele kleine Fragen können direkt geklärt werden. Wer ist meine Ansprechperson? Wo muss ich hin? Was muss ich mitbringen? Wie läuft der erste Tag ab? Gerade wenn jemand trotz guter Deutschkenntnisse noch unsicher ist, nimmt eine vertraute Person in diesem Moment viel Nervosität.
Und dann kommt die deutsche Bürokratie
Wer schon einmal in Deutschland umgezogen ist, weiß, wie viele organisatorische Dinge damit verbunden sein können. Für jemanden, der gerade aus dem Ausland gekommen ist, ist das entsprechend schwieriger.
Wohnsitz anmelden, Krankenversicherung, Bankkonto, Aufenthaltstitel und verschiedene Schreiben oder Termine – vieles davon erleben unsere Azubis zum ersten Mal. Natürlich sollen sie mit der Zeit lernen, solche Dinge selbstständig zu erledigen. Aber Selbstständigkeit bedeutet für uns nicht, jemanden direkt nach der Ankunft mit einem Stapel Unterlagen allein zu lassen.
Deshalb erklären wir die einzelnen Schritte, helfen bei der Vorbereitung und begleiten, wenn es sinnvoll oder notwendig ist, auch zu Terminen. Mit der Zeit brauchen die Azubis diese Unterstützung immer weniger – und genau das ist eigentlich das Ziel.
Auch das Thema Wohnen gehört für uns dazu
Ein Ausbildungsplatz allein reicht nicht, wenn der Azubi anschließend nicht weiß, wo er wohnen soll.
Gerade die Wohnungssuche kann aus dem Ausland schwierig sein. Hinzu kommen Fragen, die viele Bewerber vorher noch nie klären mussten: Mietvertrag, Kaution, Nebenkosten, Anmeldung oder die Entfernung zwischen Wohnung, Berufsschule und Ausbildungsbetrieb. Deshalb kümmern wir uns möglichst früh um das Thema Unterkunft und unterstützen dabei, eine praktikable Lösung für die erste Zeit in Deutschland zu finden.
Denn wenn jemand jeden Abend überlegen muss, ob seine Wohnsituation funktioniert, wird es schwer, sich morgens auf die Ausbildung zu konzentrieren.
Davon profitiert am Ende auch der Ausbildungsbetrieb
Persönliche Betreuung wird manchmal vor allem als zusätzliche Leistung für die Auszubildenden gesehen. Aus unserer Sicht ist sie genauso wichtig für die Unternehmen.
Ein Ausbildungsbetrieb sollte sich schließlich auf die Ausbildung konzentrieren können. Der Ausbilder kann nicht gleichzeitig Ansprechpartner für jede Frage zur Anmeldung, Wohnung oder zum deutschen Alltag sein. Gibt es außerhalb des Betriebs Probleme, versuchen wir deshalb zunächst herauszufinden, woran es liegt und wie wir unterstützen können. Oft lassen sich Schwierigkeiten sehr einfach lösen, wenn jemand frühzeitig mitbekommt, dass etwas nicht funktioniert.
Das gilt übrigens auch für Missverständnisse. Sprachliche und kulturelle Unterschiede verschwinden nicht automatisch mit einem B1- oder B2-Zertifikat. Manchmal meint der Betrieb etwas völlig anders, als es beim Azubi ankommt – und umgekehrt. Gerade am Anfang hilft es deshalb enorm, einen Ansprechpartner zu haben, der beide Seiten kennt.
Für uns gehört das zum Recruiting dazu
Wir möchten bei Vinzubi nicht an dem Punkt aufhören, an dem der Ausbildungsvertrag unterschrieben oder das Visum erteilt ist.
Denn am Ende bringt es weder dem Unternehmen noch dem Auszubildenden etwas, wenn die Vermittlung auf dem Papier erfolgreich war, die Ausbildung einige Monate später aber an Problemen scheitert, die man mit etwas Unterstützung hätte lösen können. Deshalb verstehen wir Recruiting internationaler Azubis als einen längeren Prozess. Wir suchen passende Bewerber und bereiten sie auf ihren Weg nach Deutschland vor. Aber wir möchten auch da sein, wenn aus einem Bewerber tatsächlich ein Azubi in Deutschland wird.
Mal bedeutet das, jemanden vom Bahnhof abzuholen. Mal sitzen wir gemeinsam vor einem deutschen Formular. Mal geht es um die Wohnung, den ersten Arbeitstag oder einfach um eine Frage, bei der der Azubi gerade nicht weiß, wen er fragen soll. Das sind keine besonders spektakulären Dinge. Aber unserer Erfahrung nach sind es häufig genau diese Dinge, die darüber entscheiden, ob jemand in Deutschland wirklich gut ankommt.
Wer langfristig erfolgreich ausländische Azubis rekrutieren möchte, sollte deshalb auch die Zeit nach der Vermittlung mitdenken.
Und für uns ist eine Vermittlung erst dann wirklich erfolgreich, wenn beide Seiten sagen können: Es funktioniert.
Weitere Informationen zu den Voraussetzungen und zum Visum für eine Berufsausbildung finden Unternehmen auf dem offiziellen Portal der Bundesregierung: https://www.make-it-in-germany.com/de/unternehmen/einreise/visum-berufsausbildung
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